Dr. Karin Issberner:

Systemische Aspekte von Adoption

 

Wir sind soziale Wesen und daher ist es tief in uns verankert, uns nicht ausschließlich als Individuen sondern auch als Teil eines Systems wahrzu­nehmen und zu verhalten. Dies geschieht auch ohne dass wir uns darüber gezielt Gedanken machen müssten.

 

Ein System ist nach außen abgegrenzt und besteht aus Elementen, die aufeinander bezogen sind und nach bestimmten Regeln innerhalb des Systems miteinander wechselwirken. Einzelteile bilden somit eine Struktur, die als Ganzes wirkt und sich selbst erhält. Das gilt zum Beispiel für Familien, für unseren Körper oder auch für Unternehmen. Systemisches Denken geht über „einfache“ Ursache-Wirkungs-Beziehungen hinaus.

 

Die Adoptionsthematik macht Familiensysteme komplizierter und es gibt spezielle Aspekte, die es in anderen Systemen so nicht gibt. Es geht dabei um die innere Ordnung, um Positionen und Rollen sowie um Zugehörigkeiten. In welchem System wir aufwachsen prägt unsere Muster und Glaubenssätze. Dabei können auch transgenerationale Aspekte ein Rolle spielen. All dies wird in diesem Vortrag beleuchtet und erfahrbar gemacht.

 

ZURÜCK